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Pressemeldung

Eltern und Erzieher sollten mit Notfall-Arzneimitteln für Kinder üben

28. Mai 2019

(Dresden/Leipzig, 28.05.2019) Wenn ein Kind ein Notfall-Arzneimittel braucht, sollten Eltern, Erzieher und Lehrer dessen Anwendung schon im Vorfeld üben. „Mitunter können Arzneistoffe unverträglich sein oder Allergien auslösen. Insbesondere bei Kindern, bei denen bereits eine Allergie bekannt ist, ist Vorsicht geboten“, sagt Göran Donner, Vizepräsident der Sächsischen Landesapothekerkammer. „Im Notfall sind alle Beteiligten so unter Druck, dass selbst bei der Handhabung eines Asthmasprays  schwerwiegende  Fehler passieren können. Deshalb ist es ratsam, dass sich Eltern, Erzieher oder Lehrer schon im Vorfeld in der Apotheke demonstrieren lassen, wie ein Notfall-Arzneimittel bei einem Kind richtig angewendet wird“, so Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes weiter.

 

Der bundesweite ‘Tag der Apotheke‘ findet jedes Jahr am 7. Juni statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Richtige Medikation für Kinder“. Auch die knapp 1.000 sächsischen Apotheken machen an diesem Aktionstag auf Leistungen speziell für Kinder aufmerksam.

 

Notfall-Arzneimittel brauchen Kinder zum Beispiel bei einer Allergie gegen Erdnüsse oder andere Nahrungsmittel. Geschätzt leiden etwa acht Prozent aller Kinder daran, wobei diese Allergie mit zunehmendem Alter seltener wird. Die Allergie kann unter anderem zu Hautausschlag, Schwellungen, Atemgeräuschen, Luftnot oder Schwindel führen. Die Symptome betreffen den ganzen Körper und sind schwerwiegender als bei einer Lebensmittel-Intoleranz. Typisch für die allergische Reaktion ist der rasche Beginn der Symptome; die Schwere der Symptome kann nur selten vorhergesagt werden. „Unbehandelt können akute schwere allergische Reaktionen bei Kindern tödlich enden. Deshalb ist es wichtig, dass die Notfall-Arzneimittel nicht nur immer in Reichweite sind, sondern die Erwachsenen auch mit der Anwendung vertraut sind“, sagt Dr. Martina Neininger vom Zentrum für Arzneimittelsicherheit (ZAMS) der Universität Leipzig. Im Notfall sollte zunächst ein Notarzt verständigt werden. Allerdings sollten auch ärztlich verschriebene Antihistaminika oder Kortison griffbereit sein. Dabei ist zu bedenken, dass die ebenfalls zum Notfallset gehörenden beratungsintensiven Adrenalin-Autoinjektoren wegen Lieferproblemen der Anbieter aktuell in Apotheken kaum verfügbar sind.

 

Beispiele für weitere Notfall-Arzneimittel, deren Anwendung Erwachsene üben sollten, sind Dosieraerosole bei Asthmaanfällen sowie Rektiolen oder Mundspritzen bei epileptischen Anfällen von Kindern.

 


 

Die Sächsische Landesapothekerkammer nimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die beruflichen Belange von rund 3.200 Apothekerinnen und Apothekern wahr. Sie ist die Standesvertretung aller Apothekerinnen und Apotheker in Sachsen.

 

Der Sächsische Apothekerverband e. V. (SAV) vertritt die gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Interessen von über 900 Apotheken in Sachsen.

 

Pressekontakt:
Sächsische Landesapothekerkammer: Solveig Wolf, Tel. 0351/263 93 214, E-Mail:
s.wolf@slak.de
Sächsischer Apothekerverband e. V.: Dr. Kathrin Quellmalz, Tel. 0341/336 52 44, E-Mail:
quellmalz@sav-net.de

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