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Pressemeldung

Universität Leipzig und sächsisches Wissenschaftsministerium nehmen Gefährdung der Arzneimittelversorgung in Sachsen in Kauf

1. Februar 2013

Mit großer Sorge und Befremden haben die sächsischen Apotheker die öffentlichen Äußerungen der Universität Leipzig vom heutigen Tag, die offenbar in enger Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) erfolgten, zur Zukunft des Institutes für Pharmazie an der Universität Leipzig zur Kenntnis genommen.

 

Es verwundert insbesondere, dass bislang scheinbar auch keinerlei tragfähige Ergebnisse aus den geplanten Kooperationsverhandlungen mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorliegen, die geeignet sein könnten, den Mitarbeitern und Studenten des Institutes eine verlässliche Perspektive zu bieten und die Einflussmöglichkeiten des Freistaates Sachsen auf die dringend benötigte Ausbildung von Pharmazeuten zu erhalten.

 

So drängt sich den sächsischen Apothekern der Eindruck auf, dass diese Verhandlungen möglicherweise nur dem Zweck dienen, die eigentliche Planung der ersatzlosen Schließung des Institutes öffentlichkeitswirksam zu verbrämen. Ein solches Vorgehen stünde in krassem Gegensatz zu der Entscheidung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) vom September 2012, die einen unbedingten Erhalt des Institutes und der dort vorhandenen Studienplatzkapazitäten einfordert. Nach unserem Kenntnisstand hat das SMWK sich bis heute weder offiziell mit der sachlichen Begründung der Verweigerung des Einvernehmens durch das SMS auseinandergesetzt noch einen Vorschlag zur Sicherung des pharmazeutischen Nachwuchses in Sachsen vorgelegt.

 

„Wir erwarten, dass Universität und SMWK die betroffenen Studenten, Lehrkräfte und die sächsische Apothekerschaft umgehend und umfassend über den Stand und den Fortgang ihrer Verhandlungen informieren. Solange dies nicht erfolgt, müssen wir davon ausgehen, dass es gar keine erfolgversprechenden Verhandlungen gibt und die ersatzlose Abwicklung des Institutes letztlich beschlossene Sache ist. Eine solche Entwicklung ist weder für die sächsische Apothekerschaft noch, wie wir annehmen, für das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hinnehmbar“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer.

 

Kontakt:
Sächsische Landesapothekerkammer, Pillnitzer Landstr. 10, 01326 Dresden
Solveig Wolf, Tel.: 0351/263 93 214, E-Mail: s.wolf@slak.de

 

Sächsischer Apothekerverband e. V., Thomaskirchhof 12, 04109 Leipzig
Anna Liebscher, Tel.: 0341/336 52 0, E-Mail: sav@sav-net.de

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