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Pressemeldung

Antibiotika: Falsche Einnahme begünstigt Resistenzen

1. Februar 2012

Patienten sollten Antibiotika immer wie vom Arzt vorgesehen einnehmen. Der falsche Gebrauch von Antibiotika kann die Entstehung von Resistenzen begünstigen. Dadurch kann die Wirksamkeit bei Infektionserregern verloren gehen. „Wie lange ein Antibiotikum eingenommen werden muss, hängt vom Wirkstoff und der zu behandelnden Erkrankung ab. Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Kontrolle durch den Arzt empfehle ich Patienten, die nach zwei bis drei Tagen Antibiotika-Einnahme noch keine Besserung bemerken,“ sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Die Wirkung von Antibiotika bessert eine bakterielle Infektion oft schon nach wenigen Tagen. Deshalb haben einige Patienten den Eindruck, sie bräuchten das Antibiotikum nicht in der vorgesehenen Dosis oder bis zum Ende des ärztlich angeordneten Therapiezeitraums einzunehmen. 

Jede überflüssige Einnahme von Antibiotika, zum Beispiel bei durch Viren bedingten grippalen Infekten, begünstigt die Entwicklung von Resistenzen. Fink: „Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und gehören in die Hand des Arztes – das ist in Deutschland aus gutem Grund so geregelt. Antibiotika sind in einigen anderen Ländern aber nicht rezeptpflichtig. Wer sich aus dem Urlaub Antibiotika mitbringt, um sie bei einer vermuteten bakteriellen Infektion ohne ärztliche Verordnung einzunehmen, fördert die Entwicklung von Resistenzen. Das ist unverantwortlich – gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen.“ Die Entwicklung von Resistenzen ist ein weltweites Problem. Inzwischen müssen immer häufiger Reserveantibiotika eingesetzt werden, weil Standardsubstanzen nicht mehr ausreichend wirken.

Diese Pressemitteilung und weitere Informationen stehen unter www.abda.de

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