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Pressemeldung

Umfrage: Für 88 Prozent der Menschen in Ostdeutschland ist der Notdienst der Apotheken wichtig oder sogar sehr wichtig

27. Februar 2013

Aktionstag „Wir machen den Tag zur Nacht!“ findet morgen auch in Sachsen statt

 

Der Nacht- und Notdienst der ca. 1.000 Apotheken in Sachsen ist auch für die sächsischen Patienten eine wichtige und notwendige Dienstleistung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Forsa – Gesellschaft für Sozialforschung, die im Vorfeld des morgigen bundesweiten Aktionstags „Wir machen den Tag zur Nacht!“ durchgeführt wurde. Zwischen 12 und 13 Uhr sind alle Apotheken in Deutschland aufgerufen, ihren Service auf den so genannten „Klappendienst“ zu beschränken. Die Patienten sollen über die nächtlichen, sonn- und feiertäglichen Leistungen informiert werden. Die 1.000 Apotheken in Sachsen leisten pro Jahr über 23.000 Nacht- und Notdienste. In Deutschland werden von ca. 21.000 Apotheken jährlich rund 500.000 Nacht- und Notdienste geleistet.

 

Für 88 Prozent der Menschen in Ostdeutschland, wozu auch Sachsen gehört, ist es „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“, sich außerhalb der regulären Öffnungszeiten Arzneimittel in einer Apotheke besorgen zu können. In den vergangenen 12 Monaten haben 15 Prozent der Menschen in Ostdeutschland den Apothekennotdienst ein- bis fünfmal in Anspruch genommen, 2 Prozent sechs- bis zehnmal und 1 Prozent häufiger als zehnmal. „Zum Glück muss die Mehrheit der Menschen in Sachsen den Notdienst der Apotheken nicht in Anspruch nehmen, aber für dieselben Menschen ist wichtig, dass immer eine Apotheke für sie bereitsteht“, sagt Göran Donner, Vizepräsident der Sächsischen Landesapothekerkammer.

 

In Ostdeutschland wird die zumutbare Wegstrecke zur nächsten Nacht- und Notdienstapotheke unterschiedlich wahrgenommen. Weniger als 1 km Entfernung halten 13 Prozent für akzeptabel. Einen Weg von 1 bis 5 km halten 31 Prozent für zumutbar, eine Strecke von 6 bis 10 km ist für 36 Prozent der Menschen in Ostdeutschland zumutbar. Auch 11 bis 19 km ist für 12 Prozent der Bevölkerung noch akzeptabel. Bei 20 bis 50 km (5 Prozent) und mehr als 50 km sinkt die Akzeptanz jedoch merklich. „Die Wahrnehmung von zumutbaren Entfernungen zeigt unterschiedliche Bedürfnisse in Stadt und Land, aber hängt sicherlich auch von der eigenen Mobilität sowie den Verkehrswegen ab“, sagt Monika Koch, Vorsitzende des Sächsischen Apothekerverbandes e. V. „Im Schaufenster jeder Apotheke kann man lesen, wo sich die nächste dienstbereite Apotheke befindet.“

 

In der repräsentativen Umfrage wurden die Menschen in Ostdeutschland auch nach einer angemessenen Vergütung des Nacht- und Notdienstes gefragt. Die Annahme war dabei, dass durchschnittlich die 2,50 Euro Notdienstgebühr von 10 Patienten pro geleistetem Nacht-, Sonn- oder Feiertagsdienst entrichtet werden. 53 Prozent der Befragten bewerten 25 Euro eindeutig als „zu niedrig“. Nur 35 der Befragten halten diesen Betrag für den geleisteten Notdienst für „angemessen“ – und nur 4 Prozent für „zu hoch“. Zum Hintergrund: Bundesregierung und Koalition in Berlin haben den Apothekern ab 2013 eine Anerkennung in Form einer Notdienstpauschale in Höhe von 120 Millionen Euro pro Jahr zugesagt.

 

Diese Pressemitteilung und weitere Informationen unter www.slak.de und www.haende-weg-von-meiner-apotheke.de

 

Kontakt:

Sächsische Landesapothekerkammer, Pillnitzer Landstr. 10, 01326 Dresden, Solveig Wolf, Tel.: 0351/263 93 214, E-Mail: s.wolf@slak.de

 

Sächsischer Apothekerverband e. V., Thomaskirchhof 12, 04109 Leipzig, Anna Liebscher, Tel.: 0341/336 52 0, E-Mail: sav@sav-net.de

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