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Pressemeldung

Viele Chancen, aber auch Risiken

14. April 2016

Sächsischer Apothekertag: 300 Apotheker diskutieren am
Wochenende über die Digitalisierung im Gesundheitswesen

Rund 300 Apotheker diskutieren zum 14. Sächsischen Apothekertag in Annaberg-Buchholz am kommenden Wochenende über Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Die Digitalisierung ist eines der großen Zukunftsthemen der Apotheker in Deutschland und Sachsen“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und der Sächsischen Landesapothekerkammer (SLAK). „Die Arbeitsweise aller Akteure im Gesundheitswesen wird sich grundlegend verändern.“

 

„Aber auch in einer Zeit der zunehmenden Digitalisierung des alltäglichen Lebens dürfen Aspekte des Gesundheits- und Verbraucherschutzes nicht auf dem Altar der vermeintlichen „Moderne“ geopfert werden“, erklärt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes (SAV). Dittrich betont: „Die persönliche Beratung in der Apotheke vor Ort durch hervorragend ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker und deren MitarbeiterInnen wird auch in Zukunft durch nichts zu ersetzen sein.“

 

Den Auftakt der wichtigsten berufspolitischen und wissenschaftlichen Jahresveranstaltung der Apotheker in Sachsen bildet der Gastvortrag von Professor Arno Elmer, Leiter der Forschungsgruppe Digitale Gesundheit an der Hochschule für Ökonomie & Management Berlin.

 

Unter dem Titel „Und das ist alles in der Cloud, ist das alles dann noch meine...? - Nutzen, Risiken und Folgen der Datenflut im Gesundheitssystem“ diskutieren am Sonnabendvormittag Maria Michalk, MdB (Gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Rainer Striebel (Vorsitzender des Vorstandes der AOK PLUS),  Friedemann Schmidt (Präsident der ABDA), Sören Friedrich (ABDA-Abteilungsleiter IT/Telematik) und Dr. med. Siegfried Jedamzik (Geschäftsführer der Bayerischen Telemedizinallianz). Grußworte sprechen die Sächsische Staatsministerin für Gesundheit und Verbraucherschutz Barbara Klepsch (CDU) und der Oberbürgermeister von Annaberg-Buchholz Rolf Schmidt.

 

Bei aller Euphorie im Hinblick auf die Digitalisierung mahnt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, auch die Risiken der Digitalisierung zu erkennen und den Datenschutz zu gewährleisten. „Der Schutz von Gesundheitsdaten genießt sowohl beim Gesetzgeber als auch beim Patienten besonderen Respekt und unterliegt deswegen strengen Regeln“, sagt Schmidt. Er verweist auf die Verwendung von Gesundheits-Apps, die Daten verschiedenster Art sammeln. „Für Heilberufler können Informationen über Patienten für die zielgenaue Beratung von Vorteil sein“, erklärt Schmidt. „Aber wie profitieren die Patienten von der Datenflut? Was passiert, wenn diese z. B. nicht alle wichtigen Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern lassen wollen?“ Fragen, die auf der Podiumsdiskussion des Sächsischen Apothekertages zur Sprache kommen werden, ist sich der SAV-Vorsitzende Thomas Dittrich sicher.

 

Neben den politischen, gesellschaftlichen und technischen Aspekten des Apothekenalltags steht auch die wissenschaftliche Fortbildung der Pharmazeuten und der Austausch mit dem Apotheker-Nachwuchs – den Studierenden der Pharmazie in Sachsen - im Fokus. Thema der wissenschaftlichen Fortbildung ist dieses Jahr „“Mit 66 Jahren...“ – Medikationsprobleme im Alter“.

 

Der Sächsische Apothekertag wird ausgerichtet vom Sächsischen Apothekerverband, der Sächsischen Landesapothekerkammer sowie der Landesgruppe Sachsen der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft. Der politisch-pharmazeutische Fachkongress wird seit 2003 jährlich in wechselnden sächsischen Städten in besonderen Regionen veranstaltet. In diesem Jahr ist die Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz im Erzgebirge Tagungsort des Fachkongresses.

 

Ansprechpartnerin Sächsischer Apothekerverband e. V.:
Katrin Tominski
Tel. 0341-3365244; E-Mail: tominski@sav-net.de

 

Ansprechpartnerin Sächsische Landesapothekerkammer:
Solveig Wolf
Tel. 0351-263 93 214; E-Mail: s.wolf@slak.de

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