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Mit Nachtschattengewächsen auf Hexenflug

Der Leipziger Pharmazeut Professor Peter Nuhn begibt sich im Apothekenmuseum auf eine Reise in die Kulturgeschichte der Nachtschattengewächse

 

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Donnerstag

01.12.2016,

18:00 Uhr

Eintritt 5,- Euro einschließlich Museumsbesuch

Platzreservierungen unter: museum@sav-net.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) ist ein hochgiftiges Gewächs. Bereits der Gattungsname Atropa deutet auf ihren hohen Alkaloidgehalt hin. So hieß eine der drei Schicksalsgöttinen Atropos. Sie schnitt in der griechischen Mythologie den Lebensfaden durch. Im Volksmund wird sie auch Schlafbeere genannt, was auf einen betäubenden, bis hin zu tödlichen Schlaf deutet. Bereits wenige Früchte können nach dem Verzehr zum Tod führen.
   

 Nachtschattengewächse sind eine sehr gattungs- und artenreiche Pflanzenfamilie. Charakteristisch sind die fünfzähligen Blüten wie wir sie vom Bittersüßen Nachtschatten, der Tomate oder der Kartoffel kennen. Als Früchte kommen Beeren (Tollkrische) oder Kapselflrüchte (Stechapfel) vor. Mit etwa 1000 bis 2.300 Arten ist Solanum die artenreichste Gattung.

 Auch die Inhaltsstoffe der Nachschattengewächse weisen stellen ein breites Spektrum dar. Allein die Alkaloide (Nikotin, die Tropan-Alkoloide Atropin/Hyoszamin und Scopolamin sowie Steroidalkaloide) und der Scharfstoff Capsaicin spielen in der Arznei- und Kulturgeschichte eine vielschichtige Rolle. Die Tropan-Alkoloide wirken halluzinogen, in höheren Dosen aber tödlich durch zentrale Atemlähmung. Seit langem sind Rauschgetränke aus Nachtschattengewächsen bekannt, die zu Kultzwecken eingesetzt wurden. Dazu gehören die Tollkirsche, das Schwarze Bilsenkraut und die Alraune. Die Verwendung von Nachtschattengewächsen in sogenannten Hexensalben gilt als belegt.

 

 

 

GIBT ES EIN RECHT AUF RAUSCH?

 Suchtstoffe im Spannungsfeld zwischen Gebrauch und Missbrauch - eine kleine Geschichte der Betäubungsmittelgesetzgebung.

Der Pharmazeut Prof. Dr. Peter Nuhn diskutiert im Sächsischen Apothekenmuseum die „Akzeptanz der Rauschdrogen durch die Gesellschaft“.


Rauschdrogen sind so alt wie die Menschheit. Alkoholische Getränke sind zunächst durch ungewollte Gärung entstanden. In der Bibel wird Noah als erster Weinbauer und auch erster Betrunkener erwähnt. Ein Opium haltiges Getränk wird in der Odyssee des Homer als Trostbringer angeführt. Der Haschischgenuss wird in zahlreichen Geschichten aus 1001 Nacht beschrieben.

 

Ein Eingriff der Obrigkeit in Herstellung und Handel von Rauschdrogen erfolgte dann, wenn der Gebrauch von Rauschdrogen zu einem gesellschaftlichen Problem wurde, z. B. durch zu hohe Kosten für den Staat oder größere soziale und gesundheitliche Probleme durch die Abhängigen.

 

Das führte zunehmend zu restriktiven Maßnahmen durch Gesetze.

 

Anhand eines historischen Rückblickes auf den Umgang mit Rauschdrogen diskutiert Professor Nuhn dessen gesellschaftliche Akzeptanz.

Professor Peter Nuhn beschäftigt sich von Hause aus seit Jahrzehnten mit den Wirkungsmechanismen der Arzneimittel. Der Pharmazeut war über 40 Jahre an den Universitäten Halle und Leipzig in Forschung und Lehre tätig und drang tief in die Geheimnisse der Pharmazeutischen Chemie und Naturstoffchemie ein. Seit seiner Emeritierung tritt er mit vielbeachteten Themen aus den Grenzgebieten der Pharmazie wie Kulturhistorisches um die Rauschstoffe in die Öffentlichkeit.

 

Für den 1. Dezember 2016 bereiten wir eine Veranstaltung zum Thema "Mit Nachtschattengewächsen auf Hexenflug" vor.

 

 

 

Dienstag, den 15.11.2016, 18:00 Uhr

Sächsisches Apothekenmuseum Leipzig, Thomaskirchhof 12,

abends Eingang Burgstraße 2

Eintritt 5,- Euro einschließlich Museumsbesuch

Platzreservierungen unter: museum@sav-net.de

 

 

 

 


Giftmorde III


Ob Intrigen im Kollegenkreis, skrupellose Betrüger, Familiendramen, eine obsessive Liebe oder ein unfähiger Joker beim Fernsehquiz – gegen all diese kleinen Gemeinheiten des alltäglichen Lebens ist ein Kraut gewachsen. Wenn Sie nach Lektüre der Giftmorde eine unbändige Lust zum Gärtnern verspüren und zum Spaten greifen, bedenken Sie bitte, das Grab, welches Sie schaufeln, könnte leicht das eigene werden.

 

Soeben erscheint in der EDITION KRIMI der dritte Band "Giftmorde".

Gemeinsam mit dem Verlag laden wir Sie herzlich ein zu Lelsungen am 

am 26. Oktober und 07. Dezember 2016, 19.00 Uhr in das Sächsische Apothekenmuseum.

Eintritt 5,- Euro (inklusive Museumsbesuch), Einlass ab 18.00 Uhr.

 

Unter folgendem Link können Sie auch online Karten reservieren:

http://www.giftmorde.kriminacht.eu/cms/termine/

 

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Tee abwiegen – Badesalz mischen – Tabletten pressen

Aktionen im Sächsischen Apothekenmuseum

zum der Tag der Apotheke am 7. Juni 2016


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Wie entsteht eine Tablette? Was steckt in einer Teemischung? Woher kommt der Duft im Badesalz?

- Zum Tag der Apotheke am 7. Juni lädt das Sächsische Apothekenmuseum Leipzig am Thomaskirchhof 12 alle Neugierigen ein, sich einmal als Apotheker auszuprobieren. Bei den Aktionen kommen Arbeitsgeräte wie Tablettenpresse, Balkenwaage und Pipette zum Einsatz. Die Akteure können nebenbei Ihr Wissen über Teedrogen und Heilkräuter testen und erfahren viel Interessantes über Inhaltsstoffe.

 

Für alle Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt ins Museum an diesem Tag frei. Gruppen werden gebeten, sich im Museum anzumelden unter:

 

museum@sav-net.de, Tel. 0341-3365236

 

Jedes Jahr wird der Tag der Apotheke durch die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ausgerufen. Mit dieser bundesweiten Aktion wollen die öffentlichen Apotheken auf die Bedeutung ihres Heilberufes für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung aufmerksam machen. Dabei stehen die Betreuung der Patienten durch das pharmazeutische Personal und das breite Leistungsspektrum der Apotheken im Fokus. Viele Apotheken nutzen den Tag der Apotheke, um ihre Kunden auf ihre besonderen Kompetenzen aufmerksam zu machen.

Erstmals fand der Tag der Apotheke am 10. September 1998 statt.

Museumsnacht Halle und Leipzig unter dem Motto Zauber

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© Sofia Tscholakidi - Riesenballon vor dem Sächsischen Apothekenmuseum

 

23.04.2016 - ZAUBER! So ein vielseitiges Motto für die diesjährige Museumsnacht. Wir haben ein Programm mit allerlei Magie für Sie zusammmengestellt.



Leipzig liest im Apothekenmuseum

Sechs Veranstaltungen warten zur Buchmesse im Rahmen von "Leipzig liest" vom 17. bis 19. März 2016 im Sächsischen Apothekenmuseum auf Sie. Eine Übersicht finden Sie hier:

pdf Leipzig liest im Apothekenmuseum

Giftmorde

Zu einer weiteren  Lesung aus dem  im fhl-Verlag erschienen

Band II der "Giftmorde" laden wir Sie herzlich ein:

am 28. OKtober 2015, 19.00 Uhr in das Sächsische Apothekenmuseum.

Eintritt 5,- Euro (inklusive Museumsbesuch), Einlass ab 18.00 Uhr.

 

 

 

In guter Nachbarschaft

Vielfalt und Reichtum aus 25 Leipziger Sammlungen

Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig zum tausenjährigen Jubiläum der Ersterwähnung Leipzigs.

 

20. Juni bis 13. September 2015

 

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Das "Drachenblut" ist ein assoziativer Beitrag des Sächsischen Apothekenmuseums zur Kohlezeichnung "Trauernde Kriemhild" von Max Beckmann in der Ausstellung "In guter Nachbarschaft".

Giftmorde

Zur Lesung aus dem eben im fhl-Verlag erschienen Band II der "Giftmorde" laden wir Sie herzlich ein

am 17. Juni 2015, 19.00 Uhr.

Eintritt 4,- Euro (inklusive Museumsbesuch), Einlass ab 18.00 Uhr.

 

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Leipzig liest im Apothekenmuseum

Auch in diesem Jahr war das Museum anlässlich des Lesemarathons "Leipzig liest" zur Leipziger Buchmesse vom 12. bis 14. März 2015 wieder Gastgeber für eine Anzahl interessanter Autoren Sehen Sie eine Übersicht der Lesungen im Sächsischen Apothekenmuseum hier.

 

 

Museumsnacht

Zur Museumsnacht 2015 in Leipzig und Halle unter dem Motto "Kopfkino" bereiteten wir wieder zahlreiche Angebote vor.

 

Ihre Lieblingsobjekte

Das Sächsische Apothekenmuseum sammelt nicht nur Objekte zur Pharmaziegeschichte, sondern auch die Geschichten, die sich oft dahinter verbergen. Wenn auch Sie in unserem Museum ein Objekt entdeckt haben, mit dem Sie eine besondere Erinnerung verbindet, freuen wir uns sehr über Ihre Geschichte, die Sie uns hier gern zusenden können. Das aktuelle Lieblingsobjekt hat uns Claudia Uhlemann, Praktikantin im Museum, beschrieben.

 

Unser Schatz  

Unter dem Motto "Mein Schatz" ist 2011 in Leipzig und Halle eine Postkarten-Edition mit Lieblings-Museums-Objekten entstanden. Auch das Sächsische Apothekenmuseum Leipzig hat seinen Schatz beigesteuert. 

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